Klimakiller CO2 – Fliegen

Klimakiller CO2 – Fliegen

1953 kostete ein Flug von Düsseldorf nach New York 3586 DM ( lt. Süddeutscher Zeitung ) . Für diesen Preis bekam man damals einen Kleinwagen. Heute wird diese Strecke schon ab 350 € angeboten. Fliegen ist massentauglich geworden und macht schnelles Reisen erst möglich.

Auch ich bin in den letzten Jahren verhältnismäßig oft geflogen, denn ich liebe das Entdecken anderer Kulturen und Landschaften. Leider ist diese Leidenschaft nicht kompatibel mit meinem Bestreben die Welt etwas “grüner” machen zu wollen. Aber auch hier habe ich, zumindest für mich, einen annehmbaren Kompromiss gefunden auf den ich später noch eingehe.

Der Flugverkehr hat über die letzten Jahrzehnte sukzessive zugenommen, während die Preise immer niedriger wurden. Laut dem BUND ( Friends of the Earth Germany ) nimmt der weltweite Flugverkehr jedes Jahr um vier Prozent zu und trägt fünf Prozet zur globalen Erwärmung bei. Man beachte jedoch, dass 90 % der Menschheit noch nie mit einem Flugzeug abgehoben sind, d.h. das Potenzial für eine verstärkte Klimaerwärmung durch diesen Sektor ist sehr hoch.

Wenn ich mich mit anderen Mitmenschen über dieses Thema unterhalte, dann stelle ich jedoch fest, wie wenig man eigentlich über den tatsächlichen CO2 Ausstoss einer Flugreise weiß ( mir ging es auch nicht anders ).


Auf der Internetseite von atmosfair.de lässt sich dies sehr gut und plausibel nachvollziehen.

Ein Beispiel:

Dieses Jahr bin ich mit meiner Frau auf die Azoren geflogen:

Der Hin- und Rückflug für zwei Personen ab München verursachte 1.691 kg CO2 pro Person.

Zum Vergleich:

Um die Klimaerwärmung unter 2 Grad + zu halten, sollte der Mensch nicht mehr als 2.300 kg CO2 p.a. verbrauchen, d.h. mit einer Flugreise habe ich meinen Jahresverbrauch schon zu 75 % erreicht. Wahnsinn.

Ich kenne viele Menschen die beruflich oder privat noch deutlich öfter verreisen. Mit einem Fernflug nach Asien oder in die USA ist das persönliche Budget schon erreicht bzw. überschritten.

 

Dies wiederum bedeutet auch wenn du das ganze Jahr öffentlich oder mit dem Fahrrad unterwegs bist, aber einmal im Jahr zum Beispiel nach New York fliegst, trägst du mehr zur Umweltbelastung bei wie dein Nachbar, der vielleicht nie verreist, dafür aber mit seinem SUV Brötchen holt.

 

 

 

Was also tun? Urlaub auf Terrassien oder Balkonien? Es wäre sicherlich der nachhaltigste Urlaub und ich finde es toll wenn es Menschen gibt, denen diese Art von Urlaub als Erholung dient. Für mich jedoch kommt dieser Typ von Urlaub nicht immer in Frage, da bin ich ehrlich.

 

Jedoch lässt sich durchaus etwas unternehmen, was über oberflächliche Kosmetik hinausgeht:

Wie versprochen jetzt meine 5 Tipps  zu nachhaltigerem Verreisen:

  1.  Fernreisen als etwas Besonders ansehen ( es muss nicht jedes Jahr sein )
  2.  Wenn Ihr ferne Länder entdecken wollt und Ihr keine vier Monate Urlaub habt, dann bleibt oft nur der Flieger, aber dann kombiniert gleich ein paar Länder in diesem Raum und nehmt euch mehr Zeit für die Reise
  3. CO2-Ausstoss duch Flüge kompensieren https://www.atmosfair.de/de
  4. Kurz- und Mittelstrecken sind oft gut per Bahn oder Auto erreichbar
  5. Keine Wochenendtripps per Flieger

 

Abschließend sehe ich jedoch auch hier die Politik in der Verantwortung. Ich würde eine Einführung einer CO2 Steuer auf Verursacherebene sehr begrüßen.

Ich wünsche euch eine gute Urlaubsplanung für 2018!

 

 

|

Schreibe einen Kommentar

Erforderliche Felder sind mit * markiert.
Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.