Es bewegt sich was – EU Richtlinie gegen Plastik

Es bewegt sich was – EU Richtlinie gegen Plastik

Durch die neue Datenschutzgrundverordnung und die Hochzeit von  Harry und Meghan ist diese Meldung fast etwas untergangen. Die EU hat einen Entwurf einer EU Richtlinie vorgestellt, die der Plastikpandemie entgegenwirken soll.

Aber nicht nur die EU hat dieses Thema nun endlich auf Ihre Agenda gesetzt. Man merkt auch in Funk und Fernsehen ein verstärktes Interesse der Verbraucher zum Thema Umweltschutz und Abfallvermeidung bzw. Reduzierung, besonders in Hinblick auf Plastik.

Und wie heißt es so schön:

Selbsterkenntnis ist der erste Weg zu Besserung

Folgende Dinge sieht der Plan der EU vor:

  • Verbot von bestimmten Einwegartikeln aus Plastik ( Strohhalme, Wattestäbchen, Einweggeschirr, Rührstäbchen etc.)
  • Reduzierung der Einwegplastikflaschen um 90 % bis 2025 ( evtl. durch Einführung eines Pfandsystems)
  • Verpflichtung der Unternehmen zu Infokampangnen
  • Reduzierung des Plastikmülls auf bis zu 70 % bis 2030
  • 80 cent Strafe je Kilo Plastikmüll, das nicht recycelt werden kann

Ich hoffe der Plan der EU wird auch so umgesetzt. Hierfür ist die Zustimmung der anderen EU-Staaten erforderlich. Bleibt also abzuwarten, inwieweit Lobbyismus oder rückwärtsgewandtes Denken diesen Plan verweichlicht. Mir persönlich geht dieser Plan nicht weit genug, aber es ist ein Anfang.

Oben genannte Einwegartikel braucht jetzt schon kein Mensch, zudem gibt es nachhaltigere Alternativen für dessen Gebrauch.

Bei aller Freude über den Vorschlag der EU und der Wahrnehmung diesen großen Problems in der Breite der Gesellschaft – es wird nicht reichen. Jeder von uns ist gefordert, sein Konsumverhalten radikal zu verändern – ansonsten heißt es irgendwann: Plastik oder Planet?

Folgender Ausschnitt eines Artikels der Zeit aus dem Jahre 2016 soll dies unterstreichen:

Im Jahr 2050 könnte in den Meeren die Menge an Plastik die Menge der Fische übersteigen. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Ellen MacArthur Foundation in einer Studie, die das Weltwirtschaftsforum beauftragt hatte. Derzeit gelangten jährlich acht Millionen Tonnen Plastik in die Ozeane. Das entspricht etwa einem Müllwagen pro Minute, der in die Meere entleert wird. Die Zahl könnte sich bis 2030 verdoppeln und bis 2050 vervierfachen.

Derzeit schwimmen in den Meeren nach Berechnung der Forscher etwa 150 Millionen Tonnen Plastik. Das entspreche etwa einem Fünftel des Gewichts aller Fische. “Schon für das Jahr 2025 erwarten wir ein Verhältnis von Fisch zu Plastik, das eins zu drei beträgt”, heißt es. Das entspräche 250 Millionen Tonnen Plastik in den Ozeanen.

Unsere und die nachfolgende Generation steht nun vor immensen Aufgaben, die es zu bewältigen gibt, aber wenn es wir nicht machen ist es wahrscheinlich zu spät.

 

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