Hochbeet bepflanzen

In meinem letzten Artikel konntet ihr sehen, wie einfach es sein kann, sich ein eigenes Hochbeet zu errichten.

Heute möchte ich euch zeigen, welche Dinge ihr hinsichtlich der Bepflanzung beachten müsst.

Die Erde eures Hochbeetes ist besonders im ersten Jahr sehr nährstoffreich, daher empfiehlt es sich sogeannte Starkzehrer zu pfanzen.

Im zweiten Jahr folgen dann die Mittelzehrer und im dritten Jahr die Schwachzehrer. Spätestens nach dem dritten Jahr würde sich die Erde noch maximal für Kräuter eignen. Am besten wäre es dann die Erde und den Kompost auszutauschen.

Starkzehrer Mittelzehrer Schwachzehrer
Auberginen Möhren Bohnen
alle Kohlarten Radieschen/Rettich Erbsen
Gurken Rote Beete Erdbeeren
Kürbis Salate Kräuter
Porree Spinat
Melonen (Wasser- u. Zuckermelonen) Zwiebeln
Alle Selleriearten Fenchel, Knoblauch
Tomaten
Zuckermais
Zucchini

Ich persönlich würde eher kleinere und nicht zu tiefwurzelnde Pflanzen in das Hochbeet setzen. Kürbise oder Melonen halte ich eher für ungeignet, da diese Gewächse sehr viel Platz brauchen und ihr sonst nur noch ziemlich wenig andere Gemüsearten pflanzen könntet.

Besonders Kohlrabi, Mangold, Poree oder Tomaten wären für mich eine erste gute Wahl. Natürlich könnt ihr auch mit Salatsorten schon im ersten Jahr beginnen. Das Wichtigste ist doch, dass es euch schmecken soll.

In der nachfolgenden Tabelle könnt ihr sehen, wann welche Pflanzen ins Hochbeet dürfen und wie lange Ihr bis zu Ernte warten müsst.

Gemüse Ansaatzeit Erntezeit
Blumenkohl Jungpflanzen ab Mitte April 8 bis 12 Wochen nach der Pflanzung, bevor sich die Hüllblätter öffnen (August bis Oktober).
Brokkoli ab Januar bis August Wenn die Blütenköpfe gut ausgebildet, aber noch geschlossen sind.
Buschbohnen Anfang Mai (gedeihen erst bei Temperaturen über 12 Grad) Etwa 2 bis 3 Monate nach der Aussaat (August).
Erbsen März bis Juli (Bodentemperatur ab 8 Grad) Nach 3 bis 4 Monaten (wenn Sie die Samen in den Hülsen fühlen können).
Feldsalat Juli bis September Etwa 8 bis 10 Wochen später. Frostbeständig, deshalb Ernte auch im Winter möglich.
Grünkohl Mitte Juli bis Anfang August Frühe Sorten ab September. Frostbeständig, deshalb Ernte auch im Winter möglich.
Karotten März bis Juni Je nach Sorte etwa 4 bis 7 Wochen nach Aussaat.
Kartoffeln Je nach Sorte von März bis Mai (die Vorbereitungen für die Kartoffelsaat beginnen schon im Winter). September und Oktober (nach etwa 100 Tagen).
Kopfsalat Zwischen März und Mai Nach etwa 10 Wochen.
Radieschen/Rettiche Zwischen März und September Nach etwa 4 bis 6 Wochen, solange die Knollen noch klein sind.
Rote Bete Zwischen März und August 3 bis 4 Monate nach der Aussaat (spätestens Oktober und November)
Spinat Februar bis Mai Je nach Sorte 10 bis 12 Wochen nach der Aussaat.
Tomaten Im Mai, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist (nach den Eisheiligen). Bis in den August hinein. Wenn Tomaten im Herbst noch grün gepflückt werden, können sie im Haus (in der Dunkelheit) nachreifen.
Zwiebeln Steckzwiebeln zwischen Februar und April Wenn das Laub und das Wetter trocken sind (ab August).

Bei der Aussaat habt ihr zwei Möglichkeiten, entweder ihr kauft euch im Gartenmart Jungplfanzen und setzt diese direkt in euer Beet ein oder ihr zieht euch die Pflanzen selbst.

Variante 1 ist deutlich einfacher und zeitsparender dafür aber teurer und nicht so spannend. Variante zwei bietet dafür mehr Auswahl an Gemüsesorten und schont das Budget, bedarf aber eines höheren Zeitpensums. Ich persönlich habe mich für einen Mix entschieden. Die Salate und Kohlsorten habe ich schon als Jungpflanzen in Bioqualität im Gartenmarkt gekauft, während ich bestimmte Käuter und Tomaten auf der Fensterbank ziehe und diese schon bald umfplanzen kann.

Unterschätzt nicht den Platzbedarf den die Pflanzen haben werden. In meinem ersten Jahr habe ich den Fehler gemacht die Pflanzen viel zu eng zu setzen, sie sind ja auch am Anfang so winzig:-). Zum Beispiel habe ich vor zwei Jahren Salbei in meinen Garten gesetzt. Der Setzling war vielleicht so groß wie eine Kinderfaust. Mittlerweile hat der Salbei ein Volumen eines Bierkastens.

Auch der Lichtbedarf der Pflanzen ist nicht zu unterschätzen. Deshalb empfiehlt es sich, dass Hochbeet in einer Art Pyramidenform zu bepflanzen, d.h. hohe Pflanzen in die Mitte und dann je nach Wuchshöhe abfallend bis zum Rand.

Ein Hochbeet hat auch einen höheren Wasserbedarf wie ein klassisches Erdbeet. Besonders an warmen Tagen empfiehlt es ich daher täglich zu gießen. Die beste Zeit fürs Gießen ist der frühe Morgen. Da ist das Beet noch aufnahmebereiter und noch relativ kühl. Gießt eure Pfänzchen direkt an der Wurzel und vermeidet das Gießen der Blätter, denn dies kann zu Sonnenbrand führen.

Je nach Bedarf könnt ihr dann noch Unkraut jäten, dies dürfte sich aber dank des Hochbeetes in Grenzen halten.

Düngen könnt ihr alle zwei bis vier Wochen mit etwas Biodünger ( z.b. Kleepelletts oder selbst angesetzte Jauche ). Aber auch Kaffeesatz eignet sich als guter Dünger.

Ich wünsche euch einen grünen Daumen und viel Spaß.

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