Es fängt mit dir an – Werde aktiv

Als Aktivist(von lateinisch activus „tätig, aktiv“) wird eine Person bezeichnet, die in besonders intensiver Weise, mit Aktivismus, für die Durchsetzung bestimmter Absichten eintritt. – Wikipedia-

Ich bin Aktivist und das ist gut so. Alleine die Entscheidung diesen Blog begonnen zu haben, ist eine Form des Aktivismus. Mir war es einfach irgendwann nicht mehr egal, was um mich herum passiert und war es leid in passiver Haltung darauf zu warten, dass sich etwas ändert.

Erst gestern war ich mit ein paar Bekannten Abendessen und Thema unter anderem war mein Blog. Meist bekomme ich, so wie auch gestern, positives Feedback über meine Arbeit hinsichtlich Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Ich erzählte meinen Freunden darüber, was ich z.b. diese Woche versucht hatte, zu erreichen. Schließlich kann man als Blogger viel schreiben und gut meinen, aber ohne das eigene TUN in der Praxis, käme ich mir vor wie ein Fitnesstrainer der seinen Kunden vorschreibt welche Übungen Sie ausführen sollten, selbst aber gar keinen Sport betreibt.

Einmal in der Woche erledige ich unter anderem meine Lebensmitteleinkäufe in einem nahe gelegenen Edeka Markt. Bei jedem Einkauf überlege ich genau, was in meinen Wagen kommt und versuche so wenig Ressourcen wie möglich zu verbrauchen.

Ihr kennt das bestimmt. An der Kasse bekommt man oft, ob man will oder nicht, einen Kassenbon ausgedruck, der in den meisten Fällen nicht mal den Weg bis nach Hause schafft. Bei meinem Markt gibt es automatisierte Kassen, d.h. hier kann man nicht mal gefragt werden sondern bekommt den Bon jedesmal ausgedruckt.  Ich hatte dies schon mehrmals bei den Angestellten vor Ort kritisiert und bat um Verbesserung. Bisher ohne Erfolg. Vorgestern schrieb ich dem Marktleiter persönlich und zeigte ihm die Vorteile auf, die er ökonomisch hätte wenn er in seinem System einen weiteren Schritt einprogrammieren würde der z.b. den Kunden frägt, ob ein Bon gewünscht ist.

Somit würde der Markt Kosten einsparen und gleichzeitig die Umwelt schonen.

Dies ist nur ein kleines Beispiel von Aktivismus. Als Aktivist muss man sich nicht gegen Wasserwerfer stellen, oder an Bahngleise ketten. Diese Art von Aktivismus führt zwar zu mehr Aufsehen und ist deutlich spektakulärer, aber eben nicht Jedermanns Sache.

 

Meinen Bekannten erzählte ich schließlich auch von meiner Protestmail an den Edekaleiter. Unisono pflichteten mir alle bei, dass auch sie den Kassenbon immer wegwerfen und sie der MÜll nervt, jedoch nicht die Lust bzw. Zeit hätten, so etwas zu bemängeln.

 

Und damit sind wir beim wichtigsten Punkt. Jeder einzelene ist wichtig und jede Stimme zählt. Oft höre ich aber folgende Ausreden:

Das bringt doch eh nix, wenn ich mich da aufrege.

Die Industrie macht doch eh was Sie will.

Das müsste die Politik durch Gesetze oder Verordnungen ändern

 

 

Ganz ehrlich, das ist alles Bullshit und hat nichts mit der Realität zu tun. Klar kann man als einzelner weniger bewirken als im Kollektiv, dennoch, Veränderung beginnt immer durch einen selbst und um es mit ein paar schönen Zitatet zu bekräftigen

Erfolg hat drei Buchstaben – TUN

Wer immer tut was er schon kann, bleibt immer das was er schon ist.

Die Geschichte mit dem Kassenbon mag vielen nicht als große Sache erscheinen, aber es sind eben die kleinen Dinge mit denen Großes beginnt.

Andere Beispiele gefällig:

In meiner Hausgemeinschaft habe ich es durch eine Umfrage und eine Petition erreicht, dass 20 Haushalte nicht mehr mit Werbung, Wochenblättern oder sonstigem Werbemüll beliefert werden.

Durch meinen Blog sind viele meiner Bekannten mittlerweile auch mit Gemüsenetzen und Stoffbeuteln unterwegs.

In meiner Arbeit konnte ich die Belegschaft davon überzeugen dieses Jahr fast nur Bio oder Fairtrade Kaffee zu kaufen.

Ebenso in meiner Arbeit habe ich mich um die Anschaffung einer Papiertonne bemüht. Zuvor wurde der gesammte Müll in den Restmüll geworfen.

Beim Spazierengehen sammle ich Müll ein.

Und und und….

Jeder von euch kann auch im Kleinen beginnen, Dinge zum Positiven zu verändern, und sei es nur mit dem Teilen dieses Blogs.

Geht einfach mit offenen Augen durch eure Umwelt. Wir leben in einem Land in dem wir aktiv unser Leben mitgestalten können und auch sollten.

Schreibt doch mal was euch so im Alltag an Umweltsünden auffällt, die ihr gerne nicht mehr sehen wollt.

|

Schreibe einen Kommentar

Erforderliche Felder sind mit * markiert.
Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.